Der ADAC warnt private Autoverkäufer vor einer dreisten Betrugsmasche mit fragwürdigen Dienstleistungen im Internet. Verkäufer, die Fahrzeuge oder Gebrauchtwagen Angebote über eine der großen Internetplattformen anbieten, werden in diesen Fällen nach ADAC-Informationen per SMS oder E-Mail aufgefordert, sich bei einer Firma mit Sitz in der Schweiz oder in Spanien zu melden. Angeblich habe die Firma einen Kaufinteressenten an der Hand. Wer anrufe, bekomme dies auch bestätigt, berichtet der ADAC weiter. Kurz darauf erhalte der Verkäufer dann eine Vermarktungsbestätigung mit dem Hinweis, dass der Interessent abgelehnt werden müsse, da er in Raten zahlen wollte. Ein zweiter, der bar und sofort zahle, sei aber schon gefunden.
Um diesem das Auto zu verkaufen, müsse lediglich eine einmalige Vermarktungsgebühr bezahlt werden. Die Kosten: zwischen 59 und 130 Euro. Bei Nichtbezahlen folgten Mahnungen, berichtet der Club weiter. Mit “autoscout23″ und “mobile24″ verwenden die Vermittler laut ADAC Namen, die sich leicht mit denen großer Internetplattformen verwechseln lassen. Die ADAC-Juristen raten, sich nicht auf eine solche Vermarktung einzulassen und nichts zu bezahlen, wenn kein Vermittlungsvertrag zustande gekommen ist. Zwar kann der KFZ Vertrag auch mündlich abgeschlossen werden, aber diesen Vertragsschluss müsse die Firma beweisen. “Wie immer in solchen Fällen sind die angeblichen Interessenten erfunden und die tatsächliche Vermittlung von Kaufinteressenten fragwürdig und nicht garantiert”, warnen die Rechtsexperten.
Vorsicht ist nach Einschätzung des ADAC auch bei vermeintlichen Treuhanddiensten für den Geldtransfer geboten. Betrüger täuschten dabei oftmals Seriosität durch die Verwendung der Logos der Internet-Fahrzeugmärkte und sogar des ADAC vor.
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