Immer mehr Anbieter tun sich auf und versprechen dem Kunden die unglaublichsten Ergebnisse. Immer unseriöser wird diese Dienstleistung und scheinbar schrecken hier nur wenige zurück. Allerdings sollte man sich beim Chiptuning einige Dinge bewusst machen, dann ist man auch als technischer Laie auf der richtigen Seite.
Viele Kunden, die ein Chiptuning wünschen, beschäftigen sich lange und ausgiebig mit der versprochen und angebotenen Mehrleistung. Nm und PS werden sorgfältig überprüft und verglichen. Aber gerade hier gilt nicht „je mehr desto besser“. Schon hier geht der ein oder andere Dienstleister sehr skrupellos mit fremden Eigentum um. Die Leistungstoleranzen, die dann über ein Chiptuning optimiert werden sollen, werden dann völlig ausgereizt und ein ganz entscheidender Aspekt einfach ignoriert. Denn schließlich geht es hier auch um Qualität und Haltbarkeit. Was bringt den ein Chiptuning, wenn es im Grunde nicht auf Dauer zu nutzen ist?! Schon da trennt sich die Spreu vom Weizen, denn nur einige gute und professionelle Chiptuner bieten hier eine Garantie oder eine Art Tuningversicherung an.
Das ist natürlich kein ausreichender Anhaltspunkt, aber oft ein Zeichen dafür, dass der ein oder andere Dienstleister sich vor der Verantwortung drückt. Zudem sollte man immer genau darauf Acht geben, was an Technik und Möglichkeiten zur Verfügung steht. Viele Dienstleister haben vom Chiptuning nicht die geringste Ahnung. Sie kaufen Zusatzsteuergeräte, so genannte Tuningboxen, die im Grund oft den Qualitätsansprüchen nicht ausreichen können. Sogar in China werden diese Powermodule produziert und hier in Massen über Ebay verkauft. Das ist die einfachste Lösung zum Chiptuning, aber bei weitem nicht die Beste! Die Tuningbox regelt ausschließlich die Einspritzmenge. Durch die Verfälschung einiger Sensorsignale wird ein Täuschung des Motorsteuergerätes verursacht und automatisch eine höhere Einspritzmenge in die Brennräume eingeregelt.
Hier wird also ausschließlich über die Einspritzmenge geregelt, was auch ohne weiteres legitim ist, da schon von Werk aus genügend Luftüberschussmengen im Brennraum vorhanden sind, um eine zusätzliche Kraftstoffmenge verbrennen zu können. Eine richtige Optimierung sieht allerdings oft anders aus. Man redet häufig von einer s.g. Kennfeldoptimierung. Die Kennfelder oder auch Parameter wie Ladedruck und Einspritzzeitpunkt bleiben beim Chiptuning mit der Tuningbox unberührt. Durch die ausschließliche Erhöhung der Einspritzmenge verschlechtern sich die Abgaswerte des Fahrzeug ungemein und bei einigen Chiptunern kommt es nicht selten vor, dass durch zuviel erhöhter Einspritzmenge der Kraftstoff nicht mehr ausreichen verbrannt wird und das Fahrzeug anfängt, fürchterlich zu rußen.
Im Grunde hängt ein professionelles Chiptuning nun von der verwendeten Software ab, die es ermöglicht, sämtliche Toleranzen auf allen Parametern, die zum Chiptuning und für die versprochene Mehrleistung entscheidend sind. Die Entwicklung dieser Chiptuning-Software kostet nun einmal Zeit, Geld und Energie! Wobei sich dann wohl die Frage stellt, wie sich bei vielen Chiptunern diese Art der Preisgestaltung rechtfertigt. So bin ich heute der Meinung, dass man sich für 99 Euro besser eine sinnvolle Fahrzeugaufbereitung oder ein schönes Essen mit der Gattin gönnen sollte, statt es in eine Art „Chiptuning“ zu investieren!
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Tags: Autos, Sportwagen, Tuning